Eine kleine sonntagsflüsterei

Mutter, kaufmännische Angestellte, Freundin, Ehefrau, beste Freundin, Vorgesetzte. Das bin ich alles (wow, wenn ich mir das alles so durchlese, schon ne Menge, gell?) Aber eins bin ich noch: Foodbloggerin. Hmpf. Wem auch ich immer ich das erzähle- ich werde manchmal belächelt. Manchmal gefragt, was das überhaupt ist. Manchmal sagt einer, er wird mal im Netz nach mir schauen. Aber eigentlich wissen die wenigsten, was das für mich bedeutet. Ausgleich. Entspannung. Anerkennung. Austausch. Feedback. Sehr viel eben. Und ich bin euch allen sehr dankbar, dass Ihr diese, meine Leidenschaft teilt! (Vielleicht gehören einige von euch zu denen, die „nur mal schauen wollten, was die Britta da so im Netz macht“)
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Und von dieser ominösen Spezies „Foodblogger“ gibts ja noch mehr! Mehr, die niemals das gleiche kochen, um ständig was zum posten zu haben. Mehr, bei denen hungrige Familienmitglieder am Tisch sitzen und erstmal warten müssen, bis Mama das Mittagessen fotografiert hat. Mehr, die sich auf dem Flohmarkt doller über einen uralten Löffel freuen als über eine Schnäppchen-Dior-Handtasche.
Mehr, die so sind wie ich.
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Und als letztes Jahr der Aufruf kam „wir machen ein Foodblogger-Barcamp„, da bin ich ihm gefolgt. Nicht gleich, aber als Simone von Leckerbox oft genug geschrieben hatte, dass ich unbedingt da hin muss, habe ich mich überzeugen lassen. Warum ich so skeptisch war? Naja, das System eines Barcamps war mir nicht geläufig und auch etwas suspekt, muss ich zugeben. Ein Barcamp ist nämlich eine „Unkonferenz“. Ja- das klingt hochprofessionell, bedeutet aber nichts mehr und nichts weniger, als dass es eine Konferenz ohne feste Agenda ist. Einen Zeitplan gibt es, der Zeitslots definiert, ja. Mehr nicht. Erst am Morgen des Camps bestimmen die Teilnehmer selbst die Agendapunkte. Jeder kann/darf/soll sich einbringen und womöglich eine Session gestalten. Diese können einen praktischen Anteil haben, können Diskussionsrunden stellen, können aber auch eine Frage in die Runde werfen und alle tauschen sich darüber aus. Jeder lernt von jedem. Jede Meinung ist wichtig. Sehr chaotisch wirkt es am Anfang- aber am Ende ist man überzeugt, dass sich hier ein riesen Potential an Wissen bietet.
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So, genug mit dem theoretischen Teil! Jetzt gehts ans Eingemachte! (Hach- wie passend dieser Ausspruch doch ist!)
Was hatten wir denn alles so für Sessions?
Ich berichte euch zuerst einmal, wo ich so teilgenommen habe:
Da war die Session zum Brotbacken, ja mit echtem Sauerteig, wir haben nämlich eine ganze Portion davon mit nach hause nehmen dürfen! Diese wurden von Feinschmeckerle ud Küchenlatein geführt und alles wurde so wunderbar erklärt, dass ich es schon gar nicht mehr abwarten kann, endlich mein erstes Brot im Backofen zu haben.
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Dann gab es eine Session zur Kooperation von Foodbloggern und Sponsoren. Ja- es hat sich wirklich eine Vertreterin von Villeroy und Boch zu uns gesetzt und eine offene Diskussionsrunde gestartet:“Was wünschen sich Foodblogger? Worauf sollte ich achten? Was hilft Euch weiter?“. Das war grandios. Der Vortrag von Ylva (der Klang von Zuckerwatte) zum Thema japanische Küche war echt interessant- zumal ich zugeben muss, dass das für mich immer hauptsächlich Sushi war. Sie hat uns toll nahe gebracht, dass es tausend verschiedene Nudelsorten gibt (ja, Ylva, immer in ungesalzenem Wasser kochen- check!), wozu man Noriblätter alles verwenden kann und hat auch einiges über Sojasauce zu berichten gewusst. Und als sie dieses megaleckere Furikake (mit Sojasauce geröstete Sesamsamen als Knabberei oder auf Reis) zubereitete, roch es SO WUNDERVOLL in der Küche- da war es um mich geschehen!
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Es gab auch eine Session zum Thema Bilderklau: wie finde ich heraus, wo meine Bilder unerlaubt verwendet werden, und was tu ich dagegen? Vielen lieben Dank dafür, Jan!
Der Haedecke Verlag war vor Ort und hat uns in einer Session berichtet, was es bei der Zusammenarbeit zwischen Foodbloggern und Buchverlagen so zu beachten gibt. Das war auch mal sehr interessant zu hören! (Ob man träumen darf?)
Auch eines der Highlights war für mich das Abendessen am Samstag, das aus einer klitzeklein geplanten Session ausuferte. Steffen von Feed me up before you go-go hatte nämlich eine Burger Session geplant. Wir alle freuten uns so sehr, dass sich mit einem Mal alle dazu entschlossen, mitzuhelfen. Aus der Brotbacksession wurde Zeit abgezwackt, in der Burgerbrötchen nachgebacken wurden, Werner („Werner kocht wild„) stellte sein garndioses Rehhack zur Verfügung, und die Vegetarier panierten Auberginenscheiben. Alle waren in Bewegung und wir hatten nachher ein grandioses Büffet zum Burgerbasteln.
Der Wildschweinburger von @feedmeupbeforeyougogo und Werner kocht wild. Sprachlos. So lecker! #Fbc14 #foodbloggercamp14 #foodblogger #cookingconcept #reutlingen #barcamp #wochenende #weekend #ilike #ilove #gefälltmir
Natürlich würde ich auch gerne erzählen, was ich gemacht habe: eine Einkochsession hatte ich mir vorgenommen. Da sollten von ein paar interessierten Teilnehmern Currypickles eingeweckt werden. und das haben wir getan. Motiviert schnibbelten alle am ersten Tag Gemüse wie verrückt.
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Dies wurde dann in Essigwasser eingelegt und am nächsten Tag mit Gewürzen, dem Sud und Senfkörnern in feine Weckgläschen gepackt. Die haben wir dann eingekocht und jeder konnte sich eines oder zwei der Gläschen mitnehmen.

Es war schön, zu sehen, wie tolle Menschen wie der Kochheld Jens, oder die wunderbare Jelena von heute gibt es, die liebe Simone von leckerbox und Ilona vom schönen Blog no fastfood today, alle zusammen einweckten. Meine Leidenschaft!
Hier übrigens noch einmal für alle das passende Rezept dazu:
EinkaufszettelCurrypickles by Glasgefluester
Und an dieser Stelle muss ich auch noch einmal ein ganz grosses Dankeschön an die Firma WECK richten. Auf eine ganz zarte Anfrage von mir, ob sie uns vielleicht unterstützen würden, haben die Mitarbeiter dort alles in Bewegung gesetzt um uns mit Gläschen, Ringen , Klammern, Glashebern und sogar Zeitschriften aus ihrem Hause zu versorgen. Das haben alle Teilnehmer der Session so gerne entgegengenommen! (Entschuldigt diese kurze Werbepause, aber es lag mir doch soooo am Herzen!)
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Die Foodblogger, die alle vor Ort waren, waren grandios. Alle. Ich bin fast sprachlos, wenn ich an die lieben Menschen denke, so verschieden sie auch waren, es war eine große Gemeinschaft. Alle haben sich geholfen, alle haben sich ausgetauscht.
Ich habe Angst, wenn ich jetzt hier beginne, aufzuzählen, dass ich jemand vergesse, darum:
Schaut Euch doch gerne mal an, wer alles teilgenommen hat- die Teilnehmerliste kann man eigentlich ganz und gar „durchzappen“- ein Blog schöner als der andere!!!!
Was bleibt vom Foodbloggercamp? So viel gelerntes will verarbeitet und gemerkt werden. So viel neues will ausprobiert weren. So viele Bekanntschaften gepflegt werden. Es war eine Bereicherung!
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Und nun kommen meine dicken Dankeschöns:
An Mella und Jan ein ganz großes für das Schleppen von 570kg Lebensmitteln und das Organisieren von ca 70 gackernden Hühnern und Hähnen.
Mella und Jan beim Foodblogger Barcamp Reutlingen #fbc14 #foodbloggercamp14 #foodblogger #cookingconcept #reutlingen #barcamp #wochenende #weekend #ilike #ilove #gefälltmir
Und an Marcus Schneider vom Cooking Concept in Reutlingen, der uns diese location und all sein Wissen zur Verfügung stellte und gar nicht böse war, dass wir ersteres verwüstet und zweites einfach mitgenommen haben!
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Und ganz zum Schluss noch ein Danke an alle Sponsoren, die ich unten gleich auch einmal aufführe*, denn sie haben uns das ganze erst möglich gemacht und uns auf den Weg auch noch eine ganz dicke Goodiebag mitgegeben!

Ich hoffe, ich habe Euch heute nicht allzu voll gedröhnt mit Informationen, aber das war mir wirklich wichtig. Jetzt kommen wir zum Tagesgeschäft😉

Der Ausblick auf die nächste Woche:
Montag flüstere ich euch mal wieder eine ungewöhnliche Marmelade ins Minigläschen. Mittwoch mache ich Geschenke. Und am Freitag backe ich euch was fürs Wochenende!
Ich wünsche Euch noch einen wundervollen, sonnigen Sonntag und einen guten Start in die Woche morgen!
Liebe Grüße Eure Britta Glasgeflüster

*Hier kommen alle Sponsoren:
CookingConcept Küchen Atlas RezepteBuch.com GALERIA Kaufhof HÄDECKE CUCINIALE Kissyo Villeroy & Boch Sonnentor Eiszeitquell Lock & Lock lovechock - happiness inside Madavanilla Mindjazz Pictures GAZI DELINAT - Wein aus gesunder Natur sonntagmorgen.com - Zeit für guten Kaffee DELI CHROMA Cnife walls.io

23 thoughts on “Eine kleine sonntagsflüsterei

  1. Pingback: eine kleine sonntagsflüsterei | glasgefluester

  2. Pingback: FoodBloggerCamp – Gemeinsam zum Kochprofi | medienMITTWEIDA

  3. Hey Britta,

    es freut mich, dass Du ein solches Ereignis auch hier mit uns Nicht-Foodbloggern teilst, da möchte man gleich selbst mit dem Foodbloggen anfangen nur um an diesem Camp teilnehmen zu können.😉 Aber ich glaube meine Besucher würden am langen Arm verhungern und dann nicht mehr vorbeischauen, weil ich nicht regelmäßig poste. Deshalb schaue ich einfach weiterhin bei Dir vorbei und mache mein eigenes Camp durch das Besuchen verschiedener Kochkurse. Ich liebe es immer wieder neus kennen- und dazuzulernen.
    Deine Werbeeinlage hat garnicht gestört und war ja erwähnenswert. Wer gerne einkocht, freut sich sicher drüber.

    Mach bitte einfach weiter so mit Deinem tollen Blog!
    Diese Mischung aus Eingemachtem, backen und ein paar Blicke auf den Esstisch der Familie Glasgeflüster ist einfach genial. Für mich zumindest. Ich liiiebe einkochen und backen😀
    Und ich finde es immernoch witzig, dass ich erst über das perfekte Dinner zu Dir gestoßen bin.

    Liebe Grüße,
    Stephanie

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    • Hallo liebe Stephanie,

      ich freue mich riesig, dass euch dieser Bericht gefällt, denn das war ein wenig meine Sorge: dass es für „Nicht-Selber_Blogger“ langweilig sein könnte. Puh…
      Und dein Lob- wow, das geht runter wie Öl, es hätte nicht besser klingen können! Ich bin so glöücklich darüber, vielen Dank!
      Ganz liebe Glasgeflüstergrüße
      Britta

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  4. Liebe Britta, das hast Du schön geschrieben! Ja, wir sind irgendwie komisch, fotografieren unser Essen, schreiben darüber, suspekt sind wir Foodblogger ein bisschen, oder? Ich wollte es aber nicht anders haben😉 Ich habe mich sehr gefreut, Dich „in echt“ kennenzulernen und gemeinsam mit Dir Zwiebeln zu schnibbeln. Die Pickels waren köstlich und in nur wenigen Hapsen aufgegessen, ich werde also meinen Einkochtopf wohl fest in der Küche installieren müssen um öfter in diesen Genuss zu kommen.
    Viele liebe Grüße!
    Julia

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  5. Liebe Britta,
    ich kann mich dir nur anschließen: es war einfach toll so viele neue Menschen kennen zu lernen, die einen nicht komisch anschauen, wenn man mit seinem Handy ein Foto auf Instagram posten oder noch schnell ein Bild vom Essen machen möchte.
    Von deiner Session habe ich viel mitgenommen und weiß jetzt schon, dass in Zukunft bei mir öfter eingeweckt wird!
    Vielen lieben Dank für all deine Tipps und deine Geduld bei den vielen Fragen, die wir dir ständig gestellt haben!

    Liebe Grüße
    Elena

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    • Hey Du liebe Elena (ohne J- gott wie peinlich…)

      juchuuu, noch jemanden zum Einkochen gebracht, das ist so toll!
      Ich freue mich, mit Dir weiterhin Kontakt zu halten, du bist so eine liebe Person!

      Viele liebe Grüße
      Britta

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  6. Hihi, bei mir schauen die Leute auch immer etwas verwirrt, wenn sie das erste Mal vom Foodblog hören. Meine Kolleg/innen finden das aber irgendwie spannend und ich musste am Montag im Büro auch sehr ausführlich vom Wochenende berichten🙂
    Danke auch für die lieben Worte zur Burgersession, wobei ich noch zwei Anmerkungen habe: es waren panierte Auberginenscheiben und Werner hat Rehhack mitgebracht.
    Schade, dass man nicht noch mehr Sessions besuchen konnte, deine Einkochkünste hätten mich schon interessiert😦
    Liebe Grüße
    Steffen

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    • Hey STeffe,

      ja, das mit den Kollegen ging mir genauso- das ist dann immer ein tolles Gefühl- stimmt! (zumal die Kollegas ja auch oft die Nutzniesser meiner Kochanfälle sind…)
      Huch- das mit dem Rehhack wusste ich nicht, das habe ich ja komplett falsch verstanden! Und ich habe eben nur das FLEISCH zu mir genommen, da ist das Gemüse irgendwie durcheinandergekommen, kicher. Danke! Werds gleich mal abändern…
      Wir machen das nächstes Jahr so, dass wir uns gegenseitig nicht „Verpassen“, dann kann ich bei euch und Ihr bei mir mitmachen!🙂
      Drück euch allerliebste Bierlieferanten so dolle und schicke sonnige Grüße nach München,
      Britta

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  7. Hallo Britta,
    ich finde Deinen Bericht richtig toll. Da hat man jetzt viel zum Nachschauen. Danke!
    Ich war jetzt 4 Wochen zur Reha und freue mich bei Dir alles nachzulesen.
    Eine Frage habe ich noch an Dich: Wäre es Dir vielleicht möglich bei solchen Rezepten wie oben,
    eine Glasgröße mit Anzahl , wie viel Gläser es bei dieser Größe gibt, anzugeben?

    LG und einen schönen Sonntag
    Renate

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    • Hallo liebe Renate,

      ui- nach vier Wochen hast Du ja in der Tat viel zum nachlesen! Ich freue mich, dass Du das alles „nacharbeitest“🙂
      Das stimmt, ich sollte eine Menge mit angeben! Ich habe aus dieser Menge so ca 8 0,25l Gläschen voll bekommen. Ich werde mir das aber wirklich merken, denn das kann man ja so nicht erkennen! Danke für den Hinweis!
      Ich sende Dir ganz liebe Grüße
      Britta

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  8. Liebe Britta,
    ja, genauso war. Diese 70 tollen Foodbloger sind einem verdammt schnell ins Herz gekrochen. Ich freue mich sehr, dass wir uns kennen lernen durften, und hoffentlich auch bald mal wieder sehen. Und verdammt, ich ärger mich so, nicht bei deiner Session dabei gewesen zu sein. Machst du das nächstes Jahr nochmal? Oder kann ich mal in den Norden kommen?😉
    Liebe Grüße aus dem sonnigen Süden,
    Ilka

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    • Hey liebe Ilka,

      ich werde das gerne nächstes Mal noch mal machen! Und: du darfst IMMER in den Norden kommen! Ich würde mich riesig freuen! Ich drück dich, denn auch Du bist mir riesig ans Herz gewachsen!
      Liebe Grüße
      Britta

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  9. Liebe Briddah, es war so schön, du hast mir das Einmachen noch näher gebracht. Und obwohl es DEN Foodblogger ja nicht gibt, teilten wir eine Leidenschaft. Schön war es, dich und alle anderen kennenzulernen

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    • Hey liebe Urlike,

      das gebe ich total gerne an Dich zurück! Das gleiche gilt für deine und Inas Brotbackkünste, die mich ernsthaft beeindruckt haben! Übrigens hab ich heute gerade den Sauerteig gefüttert😉
      Einen ganz ganz lieben Gruß an die Küste,
      Britta

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