Tomatenwoche im Glasgeflüster: Tomatengelee mit Kräuterinfusion

Schnief. Jetzt isse schon wieder fast vorbei unsere Tomatenwoche.
Meine Tomatenpflanzen gammeln vor sich hin, und leider hat es die letzten Tomaten dabei auch erwischt. Nochmal schnief.
Darum freue ich mich daran, wie viel Spass ich mit den „Überlebenden“ vor zwei Wochen hatte. Und damit, diese Woche hier für euch aufzubereiten.
Ich bin dankbar für alles, was geklappt und geschmeckt hat!

Für heute habe ich ein zweites Mal den Dampfentsafter angeschmissen. Dieses Mal ist auch alles gelungen und es kam ein ganz leckeres Gelee heraus.
Könnt Ihr euch noch an meine Tomatenmarmelade erinnern? Die kann ich auch auch wärmstens ans Herz legen. Aber dieses Mal ist es doch ein wenig anders.
Das hier ist ein ziemlich festes Gelee, welches ihr auf euere nächsten Käseplatte nicht nur als Ergänzung, sondern meiner Meinung nach auch als den Star der Platte präse4ntieren könnt.
Das Gelee glänzt und funkelt! Es schmeckt und riecht wundervoll nach meinen liebsten Kräutern: Rosmartin und Thymian.

Was ganz besonderes sage ich euch!
Bittebitte probiert es aus- Ihr werdet es nicht bereuen!

Hiiiiier das Rezept in gewohnten zwei Ausführungen:

Tomatengelee mit Kräuterinfusion
Ergibt ca. 5-6 Gläschen á 100ml:
Was wir brauchen:
1 kg Ochsenherz- oder Fleischtomaten
300g Gelierzucker 3:1
5 Zweige Thymian
2 große Zweige Rosmarin
2 Knoblauchzehen

Und so geht`s:
Die Tomaten waschen, grob vierteln und im Dampfentsafter entsaften.
Den Saft auffangen,. davon 750ml abmessen und mit den gewaschenen Kräutern und den Knoblauchzehen (ruhig ungeschält!) in einem Topf aufkochen. So lange köcheln lassen (ca. 10-15min), bis die Flüssigkeit deutlich nach Kräutern duftet und schmeckt. Flüssigkeit durch ein feines Sieb abseihen.
Bis hierhin sollte die Flüssigkeit etwas reduziert sein. Dennoch einmal abmessen- wir benötigen 600ml davon!
Diesen Saft nun mit dem Gelierzucker in einem hohen Topf aufkochen. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen und dann in sterilisierte Gläser füllen, diese zuschrauben und auf den Kopf gedreht auskühlen lassen.
Das Gelee schmeckt toll zur Käseplatte oder zu einem Stück gutem Steak.

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Tomatenwoche im Glasgeflüster: ein Kitchenfail wird zum Küchenstar, scharfer Tomatensirup

Teil drei unserer Tomatenwoche führt mich in die Welt der mißlungenen Küchenexperimente.
Gut- ich bin oft echt experimentierfreudig. Da probiert man so einiges aus, und auch einiges landet im Ausguss oder Mülleimer (wenn man es nicht irgendwie weiterverwenden kann).
Hier wollte ich auch mal etwas herumprobieren und hatte auf ein scharfes Gelee gehofft.
Leider hat mir die „Masse“ jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Obwohl ich die richtige Menge an Gelierzucker verwendet hatte und Tomaten sogar einen recht hohen Pektingehalt haben sollen- es wollte und wollte einfach nicht.

Zuerst war ich ganz schrecklich frustriert.
Bis ich den Finger in mein mißlungenes Experiment steckte und ihn ableckte- BÄM!
Whoa war das lecker!
Und überhaupt: warum MUSSTE das denn unbedingt ein Gelee werden?
Plötzlich schossen mir Verwendungsmöglichkeiten durch den Kopf, sah ich Minifrühlingsrollen und Mozzarellasticks vor meinem geistigen Auge.
Darum habe ich beschlossen: dieser Kitchenfail ist gar nicht wirklich mißlungen!

Habt Ihr eine Ahnung, wie sehr ich mich beim Shooting dieser Leckerei zusammenreissen musste, sodass die Frühlingsröllchen überhaupt mit aufs Bild kamen? 😉
Also: absolute Nachmachempfehlung!
Wenn Ihr keinen Gelierzucker zur Hand habt, oder ihn nicht verwenden möchtet, dann nehmt einfach die selbe Menge normalen Zucker. Ihr müsst dann den Sirup einfach etwas länger köcheln lassen, bis die Menge eingekocht und somit eingedickt ist.

Hier euer Rezept: erst bloggertechnisch, dann bekommt Ihr das PNG zum Herunterladen und ausdrucken!

 

scharfer Tomatensirup

Ergibt ca. 3 Flaschen á 250ml:

Was wir brauchen:

1 kg Ochsenherz- oder Fleischtomaten

300g Gelierzucker 2:1

2 EL Tabasco (oder andere Chili-) Sauce

Und so geht`s:

Die Tomaten waschen, grob vierteln und im Dampfentsafter entsaften.

Den Saft auffangen,. davon 750ml abmessen.

Diesen Saft und die Chilisauce nun zusammen mit dem Gelierzucker in einem hohen Topf aufkochen. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen und dann in sterilisierte Flaschen füllen, diese zuschrauben auskühlen lassen.

Der Sirup schmeckt schön scharf und süß zu gebackenen Mini-Frühlingsrollen oder anderen Tapas, Snacks oder asiatischem Fingerfood.

Tomatenwoche im Glasgeflüster: Caprese Salz

….na- habe ich euch auf die Folter gespannt? Freut mich, dass ich euch heute auch wieder zur Tomatenwoche begrüßen darf.
Wir bleiben heute wieder bei den getrockneten Kollegen und machen eine leckere Würzmischung daraus.
Mit „Caprese Salz“ meine ich natürlich nicht, dass dies ein Salz ist, dass ihr auf die typische Tomaten-Basilikum-Leckerei mit Mozzarella streut. Sondern, die Mischung ist bereits DRIN im Salz!
Ha- ist das eine Erfindung?

Da Tomaten ja ganz große Umami-Träger sind, agiert dieses Salz in einer ganz ähnlichen Form wie unser Shiitake-Salz. Man kann es so vielseitig verwenden. Mein Favorit ist jedoch, es für Salate und deren Dressings zu verwenden.
Wenn Ihr es nachmacht (Ihr habt doch wohl meinen Vorschlag befolgt und gleich mehr Tomaten getrocknet, hm? Seid ehrlich?), verratet Ihr mir, wozu Ihr es am liebsten einsetzt? Da komen wir gewiss gemeinsam auf die tolsten Ideen!

Jetzt gebe ich euch aber erst einmal das Rezept, zuerst in Blogform, danach als PNG Dateim zum herunterladen und ausdrucken:

Caprese Salz
Ergibt ca. 1 Glas á 50ml:
Was wir brauchen:
1 große Ochsenherz- oder Fleischtomate
30 Blätter frischer Basilikum
1,5 EL grobes Meersalz
1 Prise feines Salz
0,5 TL Pfefferkörner

Und so geht`s:
Die Tomate waschen, mit dem Handtuch abtrocknen und in ca. 0,5cm dicke Scheiben schneiden. Dabei den Blütenansatz aussparen und entsorgen.
Die Scheiben auf die Roste eines Dörrautomaten legen und auf der oberen Seite mit der Hälfte des feinen Salzes bestreuen. Nach ca. 3-4 Stunden die Scheiben wenden und von der anderen Seite mit dem Rest des feinen Salzes würzen. Nun so lange trocknen, bis die Scheiben „knupsrig“, also völlig durchgetrocknet sind.
Basilikum waschen, mit dem Handtuch trocknen und ebenfalls im Dörrautomaten (in ca. 30min) durchtrocknen.
Tomatenscheiben und Basilikum nun auskühlen lassen.
Beides in einen Foodprocessor (Multihacker o.ä.) geben. Meersalz und Pfeffer hinzugeben und alles so lange mahlen, bis ein feines Pulver entsteht. In einem Glas trocken und dunkel aufbewahren.

Tomatenwoche im Glasgeflüster: getrocknete Tomaten in Öl

Mir geht es wieder etwas besser- mann hat mich das aus den Schuhen gehoben…
Danke für eure Genesungswünsche auf diversen Social Media Kanälen 🙂
Aber heute bin ich wieder voller Elan und habe für euch etwas ganz besonderes vorbereitet!
Ab jetzt gibt es nämlich diese Woche für Euch gleich vier Tomatenrezepte.
Meine Tomatenpflanzen haben sich dieses Jahr enorm Zeit gelassen und dann kiloweise Tomaten auf einen Schlag produziert.
Da wusste ich kaum noch wohin damit.
Darum habe ich sowohl den Dampfentsafter als auch den Dörrautomaten aus dem Keller gehievt und mich daran gemacht, die Tomaten in Gläser und Flaschen (ja- Ihr dürft gespannt sein!) zu zaubern!

Heute fange ich mit einem Rezept an, das ich in ähnlicher Form schon einmal für euch gemacht habe- aber dieses Mal mache ich da smit unseren großen Tomaten udn zwar etwas Energiesparender nämlich mit dem Dörrautomaten.
Wenn Ihr das nachmachen möchtet, gebe ich euch einen Tipp:
macht gleich ein paar mehr Tomatenscheiben, denn am Dienstag gibt es noch ein Rezept mit getrockneten Tomaten für euch. Die Tomaten für Dienstag (da reicht eine „Lage“ aus dem Dörrautomaten müssen allerdings wirklich knusprig-trocken getrocknet werden. Lasst sie also einfach vielleicht eine halbe, bis ganze Stunde länger drin. Danach auskühlen lassen, in eine luftdichte Dose udn auf Dienstag und das folgende Rezeot warten (boah was bin ich fies! 🙂

Jetzt aber erst einmal zu heute:
Diese Tomatenscheiben schmecken, so aus dem Glas genascht wie purer Zucker. Sie haben einen ganz leicht karamelligen Nachgeschmack, weshalb ich sie gar nicht dazu verwenden würde, damit zu kochen, sondern einfach als einen leckeren Snack zwischendurch oder zur Brotzeit dazu.
Ich geh immer wieder an dieses Gläschen, wenn ich vor dem Kühlschrank stehe udn eeeeeigentlich was gaaaanz anderes suche…

Ich hoffe, auch Ihr habt so viele Tomaten zuhause, dass Ihr einiges meiner Rezepte ausprobieren mögt und könnt.
Berichtet mir doch mal!

Hier das erste der vier Rezepte (danach auch gleich nochmal zum Herunterladen oder ausdrucken!):

getrocknete Tomaten in Öl
Ergibt ca. 1 Glas á 300ml:
Was wir brauchen:
4-5 große Ochsenherz- oder Fleischtomaten
1 TL Kräutersalz (mit Rosmarin, Thymian, Salbei, u.ä.)
200ml Olivenöl
2 Zweige Rosmarin
2 Zehen Knoblauch

Und so geht`s:
Die Tomaten waschen, mit dem Handtuch abtrocknen und in ca. 0,5cm dicke Scheiben schneiden. Dabei den Blütenansatz aussparen und entsorgen.
Die Scheiben auf die Roste eines Dörrautomaten legen und auf der oberen Seite mit der Hälfte des Kräutersalzes bestreuen. Nach ca. 3-4 Stunden die Scheiben wenden und von der anderen Seite auch mit dem Rest des Salzes würzen. Nun so lange trocknen, bis die Scheiben gar nicht mehr klebrig und feucht wirken. (das dauert je nach Beschaffenheit und Wassergehalt der Tomaten ca. 6-10 Stunden).
Tomatenscheiben nun auskühlen lassen.
In ein Glas schichten, und ab und zu jeweils ein paar Scheibchen der geschälten Knoblauchzehen und ein paar kleine Abschnitte der Rosmarinzweige dazwischen legen.
Nun mit Öl auffüllen, bis alles gut bedeckt ist und das Glas zuschrauben. Im Kühlschrank aufbewahren und vor dem ersten Probieren einige Tage ziehen lassen.

Quick pickle Radieschen und Ihr könnt etwas gewinnen!

Im Urlaub bin ich immer schon eifrig dabei, Mitbringsel für die Daheimgebliebenen zu suchen.
Das bringt mir wirklich einen Heidenspaß.
Dabei lautet meine Devise: was man essen kann, steht wenigstens nicht nutzlos herum.

Dabei durchforste ich Supermärkte, Hofläden und Strassenstände und freue mich wie ein kleines Kind, wenn die Freundin einen hausgeräucherten Schinken von der Alm, Papa ein regionales Bier oder Schwiegermama einen Salz aus dem örtlichen kleinen Hofladen erhält.
Manchmal schau ich mir das Fach im Wohnwagen, in dem diese Schätze bis zur Abfahrt gelagert werden, mehrmals während des Urlaubes an und erfreue mich an dem Anblick der gesammelten Köstlichkeiten.
Auf einer dieser Suchen nach Besonderem stieß ich in Bad Feilnbach auf den kleinen Laden „Alchemilla„, der zu dem Gasthaus Pfeiffenthaler gehört, in dem wir so gerne essen gehen.

Jedes Jahr durchstöbere ich diesen kleinen Laden, weil dort so viele tolle, selbstgemachte Köstlichkeiten angeboten werden.
Salze, Zucker, Essig, Marmeladen, hach- alles was das Glasgeflüster Herz begehrt 🙂
Und seit diesem ersten Besuch vor drei Jahren bringe ich mir (und eben auch einigen Freundinnen) jedes Jahr ein Rosensalz mit Rosmarin und Thymian mit, das immer genau ein Jahr bis zum nächsten Urlaub reicht.
Dieses Jahr hatte ich mir überlegt: warum soll ich nicht auch mal ein Geschenk für meine Leser mitbringen?

Als ich der lieben Dame von Alchemilla von meinem Vorhaben erzählte, so ein Gläschen zu verlosen, war sie ganz begeistert und gab mir gleich ein Gläschen kostenlos mit *- sie würde sich freuen, wenn ich das so machen würde.
Also hier ist es nun- das Gläschen Rosensalz- das möchte ich gerne einer/einem von euch schenken!
Was Ihr dafür tun müsst?
Eigentlich einfach nur hier unter dem Post kommentieren! Schreibt mir doch mal, wo Ihr im Urlaub am liebsten Eure MItbringsel besorgt. Ganz allgemein, oder wenn Ihr konkrete Tipps habt, gerne auch die! Das Gewinnspiel startet jetzt und endet nächsten Samstag nachts, sodass ich am Sonntag verkünden kann, wer gewonnen hat! (**)

Nun aber noch ein paar Worte zu diesem Rezept:
Ein Quick Pickle geht (wie der Name schon sagt) schnell. Er ist schnell aufgesetzt und man kann die Ergebnisse schon einige Stunden später kosten.
Dafür ist er allerdings auch nicht ganz so lange haltbar, wie ein eingekochtes Gläschen. Verbraucht die Radieschen am besten spätestens innerhalb von zwei bis drei Wochen und bewahrt das Glas in jedem Fall immer im Kühlschrank auf!
Diese Radieschen sind mit dem Rosensalz wirklich göttlich. Wer es nicht besitzt, bei mir gewinnt oder selber im onlineshop von Alchemilla bestellt, der kann ohne weiteres ein leckeres Kräutersalz nehmen. Dann schmeckt das Rezept natürlich ganz leicht anders, aber bestimmt auch grandios!

Rezept Radieschen quick pickle by Glasgeflüster//embedr.flickr.com/assets/client-code.js

*= dies hier ist keine Werbung, ich bin einfach nur so begeistert von diesem Lädchen, der Inhaberin und den Verkäuferinnen, dass ich das hier erzähle. Ich erhalte weder eine Bezahlung noch sonst einen Gegenwert für diesen Post- lediglich das Glas, was ich verlose, habe ich kostenlos für euch erhalten!

**= das Kleingedruckte dazu:
Das Gewinnspiel startet jetzt und endet am Sammstag, den 12.08.2017 um 24.00 Uhr.
Der Gewinner erklärt sich ausdrücklich mit der Nennung seines (Nick-) Namens einverstanden.
Teilnahme ausschließlich per Kommentar hier unter diesem Beitrag.
Solltet ihr hier anonym, d.h. ohne verknüpftem Konto mit gültiger Email-Adresse kommentieren, schreibt bitte eure Email-Adresse mit in den Kommentar (gerne auch ausgeschrieben: name[ät]anbieter[punkt]de).
Ich melde mich per Mail beim Gewinner und erfrage die Versandadresse. Die Adresse des Gewinners wird von mir ausschließlich zur Zusendung des Gewinnes gespeichert.
Teilnahme ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland. Ich lose die Gewinner zufällig aus und der Gewinn wird dann kostenfrei zugesendet.
Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Salzzitronen: ein kleiner Bericht über ein Bloggerevent und Gedanken über nachhaltige Fischerei

Hallo Ihr Lieben,

Ich habe lange nichts von mir hören lassen und muss mich auch sehr entschuldigen, dass ich eure Kommentare alle nur so super langsam beantworte. Es ist mir unangenehm, aber ich habe zur Zeit wirklich ein bißchen viel um die Ohren.
Dazu gehört ein (zur Zeit noch geheimes) Geheimprojekt, bei dem ich gar nicht erwarten kann, euch endlich davon zu erzählen…!
Aber ich war auch auf einigen Events, die mich mal wieder in die Bloggerarbeit reingeschubst haben- mensch da schließt sich der Kreis wieder: Ich habe meinen Blog so vernachlässigt.

Eines dieser Events hat mich wirklich geflasht.
Der liebe Bart van Olphen hatte nämlich zu einem Abend ganz im Zeichen der Nachhaltigen Fischerei geladen*.

Nicht nur, dass Bart mit Jamie Oliver (seufz- mein Kochgott…) zusammenarbeitet, nein er ist selber ein ganz grandioser und super sympathischer Zeitgenosse.
Und er hat uns wirklich einiges Interessantes erzählt.
Wusstet Ihr eigentlich, dass 80% unserer Ozeane auf der Welt bereits entweder bereits überfischt sind, oder kurz davor?
Oder dass wir, wenn wir weiterhin so Fisch essen, wie wir das heute tun, 2045 keinen mehr haben werden? KEINEN FISCH? Schluck.
In dieser Form war mir das nicht bewusst.
Bart versucht sich dafür einzusetzen, dass wir und auch unsere Kinder immer noch leckeren Fisch auf den Teller bekommen können. Dass die Fischbestände sich etwas erholen können. Das finde ich wirklich eine großartige Mission.

Was ich ja wirklich auch einen interessanten Ansatz fand- der mir so absolut entsprach:
Auch bei Fisch sollte man darauf achten, dass er nur „in der Saison“ gefangen wird. Man kann ihn ja konservieren. Das gilt für die gute alte Fischdose genauso, wie für Matjes und Tiefkühlprodukte.
Möchtet Ihr Genaueres wissen? Bart hat auch ein tolle Webpräsenz, durch die Ihr echt mal durchstöbern solltet, es lohnt sich!

Auf diesem tollen Abend gab es eine Vorspeise, die uns wegen einer kleinen minimini Zutat alle völlig in ihren Bann gezogen hat. Da gab es ein Carpaccio vom Räucherlachs (Sockeye), das mit einigen Zesten von Salzzitronen garniert wurde. Und die- die waren der Knaller.
Bianca von elbcuisine und ich- wir waren hin und weg und haben nachher noch die letzten Zitronenzesten vom Teller gekratzt. (Aber auch unsere liebste Tastesheriff Clara war bei den Zitronenliebhabern dabei- sie hatte die Idee, das gleich mal nachzumachen!)
War doch klar, dass man das tun muss!
Und ich muss zugeben, dass ich schon seit Jahren Salzzitronen machen will. Das einzige, was mich daran hinderte, war dass ich nicht wusste, was ich damit dann nachher anfangen soll…

Aber da diese Hürde nun aus dem Weg geschafft wurde, hab ich gleich am nächsten Tag losgelegt. Das Rezept ist denkbar einfach. Man muss nur ein wenig Zeit aufbringen, damnit die Zitronen ziehen können.
Man kann diese aber natürlich nicht nur zu Fisch servieren, sondern auch ganz hervorragend in marrokanische Gerichte einbauen- probiert es einfach mal aus.
UND: (ich weiss, das sollte kein Kriterium sein) die sehen auch noch so mega dekorativ aus!

Also, ich hoffe Ihr lasst euch ein wenig inspirieren.
Von Bart und seiner Fisch Philosophie. Und vielleicht auch ein winziges bisschen von meinen Salzzitronen.
Und hüpft unbedingt zu Bianca rüber- sie hat gerade parallel auch ein Rezept für leckere Salzzitronen, das etwas anders gemacht wird!

Salzzitronen

Ergibt ca. 1 Glas á 1000ml:

Was wir brauchen:

7-8 Bio Zitronen (je nach Größe)

1 Cup reines Meersalz

1/2 EL Zucker

 

Und so geht`s:

Zitronen richtig gut waschen- am besten sogar  mit einer Bürste oder einem Schwamm abrubbeln.

Eine der Zitronen aufschneiden und auspressen.

Bei den anderen die Enden abschneiden und sie rundherum einschneiden. In diese Schnitte jeweils Salz hineindrücken.

Nun in das Glas unten eine feine Schicht Salz hinein streuen und dann die erste Schicht Zitronen fest hineindrücken. Mit Salz und etwas Zucker bestreuen und die weiteren Zitronen ebenfalls abwechselnd mit dem Salz hineinstecken. Sollten zu große „Luftlöcher“ entstehen, kann man die Zitronen auch in Hälften oder Viertel schneiden, um so die Lücken zu füllen.

Nun den ausgepressten Saft der einen Zitrone darüber gießen.

Glas verschließen und an einem dunklen Ort 3-4 Wochen ziehen lassen. Dabei ab und zu etwas schütteln oder drehen, damit sich das Salz im entstehenden Saft auflöst. Um die Zitronen in der Flüssigkeit zu lassen, gerne etwas zum Beschweren in das Glas geben.

Zum Kochen dann Zitronen abspülen und die Schale (hauchfein abgeschnitten) oder das Fruchtfleisch verwenden.

Hier das Rezept nochmal als PDF für euch zum Ausdrucken oder speichern:

*=Ja ich wurde zu diesem Event eingeladen und dort bekocht. Für diesen Bericht hier werde ich aber nicht bezahlt oder ähnlich vergütet. Es hat mir einfach sehr gut gefallen.

eine Grillsauce zum Niederknien: ich nenne sie Feuerwerk!

Es gibt da diese wahnsinnig scharfe Grillsauce, deren Namen hier nicht genannt werden darf (kicher…).
Die isst mein Mann ja so gerne! Und immer wenn ich mal wieder einen Grillabend plane, ist das erste was ich höre, ob ich bitte dann auch seine Lieblingssauce kaufen werden!
Klar, das tu ich normalerweise auch!
Aber irgendwie…
Irgendwie…

Konnte ich es nicht lassen- die MUSS doch auch selber zu machen sein!
Gesagt getan.
Ich habe mich an diversen Ketchup Rezepten im Netz orientiert und einfach ein paar Zutaten hinzugefügt oder weggelassen.
Das wichtigste waren jedoch die Paprika und vor allem die Chilies, die ich hinzugefügt habe.
Letztere geben diesen Kick, den die Grillkerle so gerne mögen.
Ich zitiere:“Hmmm- lecker! Aber scharf isses nicht!“
.
.
.
.
„….ohooo- doch!“

Sie explodiert förmlich im Mund.
So mag er das- der liebe Herr Glasgeflüster!
Gut ich denke, das mal wieder eines dieser Lebensmittel, die wir wohl zukünftig eher nicht mehr einkaufen müssen…
Bin sehr gespannt, wie lange diese vier Flaschen wohl im Hause Glasgeflüster überleben 😉

Feuerwerk-Grillsauce
Ergibt ca. 4 Flaschen á 250ml:
Was wir brauchen:
1Ds. (400) gehackte Tomaten
1 Flasche (500g) Passata
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 gelbe und 1 rote Chili
2 rote Paprika
2 EL Ahornsirup
1TL braunen Zucker
2 EL Schnittlauchblüten (oder anderen)-Essig
3 TL Tomatenmark
4 Körner Piment
je 1/2 TL Paprika edelsüß und Senfpulver
1/4 TL Zimt
1 geh. TL Salz (ich habe mein rote Bete Salz genommen)

Und so geht`s:
Pimentkörner fein mörsern und mit den restlichen Gewürzen vermischen. Paprika unter dem Grill des Backofens (fast schwarz) rösten, dann sofort in Alufolie einpacken und auskühlen lassen. Daraufhin die Haut ab pulen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Zwiebeln und Knobi schälen und würfeln. Chillis waschen und fein schneiden (mit Kernen, wenn es scharf werden soll, ohne für ein mildes Aroma).
Nun alle Zutaten in einen hohen Topf geben und aufkochen. Einige Minuten köcheln lassen. Dann mit dem Zauberstab pürieren. Nun noch 10-15 min bis zur gewünschten Konsistenz köcheln (Achtung- dickt etwas nach!). Dann ich Flaschen füllen, diese zuschrauben und im Einkochtopf bei 100°C 30min einkochen.

Und hier das Rezept für euch nochmal zum herunterladen oder ausdrucken: