Salzzitronen: ein kleiner Bericht über ein Bloggerevent und Gedanken über nachhaltige Fischerei

Hallo Ihr Lieben,

Ich habe lange nichts von mir hören lassen und muss mich auch sehr entschuldigen, dass ich eure Kommentare alle nur so super langsam beantworte. Es ist mir unangenehm, aber ich habe zur Zeit wirklich ein bißchen viel um die Ohren.
Dazu gehört ein (zur Zeit noch geheimes) Geheimprojekt, bei dem ich gar nicht erwarten kann, euch endlich davon zu erzählen…!
Aber ich war auch auf einigen Events, die mich mal wieder in die Bloggerarbeit reingeschubst haben- mensch da schließt sich der Kreis wieder: Ich habe meinen Blog so vernachlässigt.

Eines dieser Events hat mich wirklich geflasht.
Der liebe Bart van Olphen hatte nämlich zu einem Abend ganz im Zeichen der Nachhaltigen Fischerei geladen*.

Nicht nur, dass Bart mit Jamie Oliver (seufz- mein Kochgott…) zusammenarbeitet, nein er ist selber ein ganz grandioser und super sympathischer Zeitgenosse.
Und er hat uns wirklich einiges Interessantes erzählt.
Wusstet Ihr eigentlich, dass 80% unserer Ozeane auf der Welt bereits entweder bereits überfischt sind, oder kurz davor?
Oder dass wir, wenn wir weiterhin so Fisch essen, wie wir das heute tun, 2045 keinen mehr haben werden? KEINEN FISCH? Schluck.
In dieser Form war mir das nicht bewusst.
Bart versucht sich dafür einzusetzen, dass wir und auch unsere Kinder immer noch leckeren Fisch auf den Teller bekommen können. Dass die Fischbestände sich etwas erholen können. Das finde ich wirklich eine großartige Mission.

Was ich ja wirklich auch einen interessanten Ansatz fand- der mir so absolut entsprach:
Auch bei Fisch sollte man darauf achten, dass er nur „in der Saison“ gefangen wird. Man kann ihn ja konservieren. Das gilt für die gute alte Fischdose genauso, wie für Matjes und Tiefkühlprodukte.
Möchtet Ihr Genaueres wissen? Bart hat auch ein tolle Webpräsenz, durch die Ihr echt mal durchstöbern solltet, es lohnt sich!

Auf diesem tollen Abend gab es eine Vorspeise, die uns wegen einer kleinen minimini Zutat alle völlig in ihren Bann gezogen hat. Da gab es ein Carpaccio vom Räucherlachs (Sockeye), das mit einigen Zesten von Salzzitronen garniert wurde. Und die- die waren der Knaller.
Bianca von elbcuisine und ich- wir waren hin und weg und haben nachher noch die letzten Zitronenzesten vom Teller gekratzt. (Aber auch unsere liebste Tastesheriff Clara war bei den Zitronenliebhabern dabei- sie hatte die Idee, das gleich mal nachzumachen!)
War doch klar, dass man das tun muss!
Und ich muss zugeben, dass ich schon seit Jahren Salzzitronen machen will. Das einzige, was mich daran hinderte, war dass ich nicht wusste, was ich damit dann nachher anfangen soll…

Aber da diese Hürde nun aus dem Weg geschafft wurde, hab ich gleich am nächsten Tag losgelegt. Das Rezept ist denkbar einfach. Man muss nur ein wenig Zeit aufbringen, damnit die Zitronen ziehen können.
Man kann diese aber natürlich nicht nur zu Fisch servieren, sondern auch ganz hervorragend in marrokanische Gerichte einbauen- probiert es einfach mal aus.
UND: (ich weiss, das sollte kein Kriterium sein) die sehen auch noch so mega dekorativ aus!

Also, ich hoffe Ihr lasst euch ein wenig inspirieren.
Von Bart und seiner Fisch Philosophie. Und vielleicht auch ein winziges bisschen von meinen Salzzitronen.
Und hüpft unbedingt zu Bianca rüber- sie hat gerade parallel auch ein Rezept für leckere Salzzitronen, das etwas anders gemacht wird!

Salzzitronen

Ergibt ca. 1 Glas á 1000ml:

Was wir brauchen:

7-8 Bio Zitronen (je nach Größe)

1 Cup reines Meersalz

1/2 EL Zucker

 

Und so geht`s:

Zitronen richtig gut waschen- am besten sogar  mit einer Bürste oder einem Schwamm abrubbeln.

Eine der Zitronen aufschneiden und auspressen.

Bei den anderen die Enden abschneiden und sie rundherum einschneiden. In diese Schnitte jeweils Salz hineindrücken.

Nun in das Glas unten eine feine Schicht Salz hinein streuen und dann die erste Schicht Zitronen fest hineindrücken. Mit Salz und etwas Zucker bestreuen und die weiteren Zitronen ebenfalls abwechselnd mit dem Salz hineinstecken. Sollten zu große „Luftlöcher“ entstehen, kann man die Zitronen auch in Hälften oder Viertel schneiden, um so die Lücken zu füllen.

Nun den ausgepressten Saft der einen Zitrone darüber gießen.

Glas verschließen und an einem dunklen Ort 3-4 Wochen ziehen lassen. Dabei ab und zu etwas schütteln oder drehen, damit sich das Salz im entstehenden Saft auflöst. Um die Zitronen in der Flüssigkeit zu lassen, gerne etwas zum Beschweren in das Glas geben.

Zum Kochen dann Zitronen abspülen und die Schale (hauchfein abgeschnitten) oder das Fruchtfleisch verwenden.

Hier das Rezept nochmal als PDF für euch zum Ausdrucken oder speichern:

*=Ja ich wurde zu diesem Event eingeladen und dort bekocht. Für diesen Bericht hier werde ich aber nicht bezahlt oder ähnlich vergütet. Es hat mir einfach sehr gut gefallen.

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eine kleine sonntagsflüsterei

Hallo Ihr Lieben,

heute berichte ich euch endlich von einem Event*, zu dem ich vor einiger Zeit eingeladen war, und welches wirklich einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.
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Zwölf von uns Bloggern wurden auf das Schloss Lütgenhof im malerischen Dassow eingeladen, um uns mit dem Thema „Margarine“ zu beschäftigen. Wenn man das hört, denkt man das Thema reicht gar nicht für einen ganzen Tag- aber weit gefehlt! Es reicht! Mehr als das!
Dieses Thema traf bei mir wirklich einen Nerv, da ich vor ca zwei Jahren mit unserer Familie komplett von Margarine auf Butter umgestiegen bin, weil es so viele böse Gerüchte um die Zusammensetzung gab.
Nun gut, ich liebe den Geschmack von Butter, das lässt sich nicht ändern. Aber diese ganzen Sagen und Märchen um die Margarine, die wurden zum größten Teil hier wirklich beigelegt.
Wir erfuhren eine ganze Menge über „gute“ und „böse“ Fette und welche Produkte aus welchen dieser Fette zusammen gesetzt sind. (hier übrigens ein Post von Susanne auf Ihrem Blog „la petite cuisine„, die alles grandios erklärt, und hier einer von Bianca von „elbcuisine“, die auch sehr genau auf das Thema eingeht!)
Ganz spannend fand ich die Vorführung des „Fettrechners„, der uns mal ganz auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat, wie viel Fett man an einem nonrmalen Tag so zu sich nimmt… Denke, da werde ich wohl ab und zu mal wieder checken gehen…
Ein morgendlicher Spaziergang im Rapsfeld war auf jeden Fall eine gelungene Idee.
margarinegeniessen 3 kleinDort hat uns dann eine Dame vom Landfrauenverband einige wissenswerte Dinge über Raps erzählt, die ich nicht wusste.
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Mir war zum Beispiel gänzlich unbekannt, dass Raps zu den Kohlgewächsen zählt und daher auch (wie auch andere Kohlsorten) aufgrund der drohenden Kohlhernie niemals auf dem gleichen Feld wieder angebaut werden kann.
margarinegeniessen 2 kleinOder wusstet Ihr etwa, dass Raps DREI METER lange Wurzeln auf den Weg in den Boden schickt? Raps ist erst dreißig Jahre lang zur Herstellung von Speiseölen geeignet, da seitdem die so gesundheitsschädliche Erucasäure weggezüchtet wurde.
Ich war so glücklich und habe ein paar Rapssamen abgestaubt, die herrlich nussig schmecken- ich habe sie ab und zu nun in meinem Müsli.
Dann kam für mich das Highlight:
Wir haben Margarine selber gemacht! Ja! Unglaublich aber wahr!
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Wer hätte gedacht, dass man das mit Zutaten, die man weitestgehend zuhause hat, einfach selber machen kann? Probiert es doch auch mal aus- hier geht es zum Rezept!
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Wer Lust hat, die anderen Blogger und auch mich in Dassow bei einem kleinen Trip durch das Schloss zu begleiten, kann das sehr gerne hier tun:


Alles in allem möchte ich mich ganz herzlich dafür bedanken, dass dieses Thema so gut behandelt wurde. Dass ich mich nicht gezwungen fühlte, eine vorgefertigte Meinung zu übernehmen, sondern mir alles an die Hand gegeben wurde, mir eine eigene Meinung zu bilden.
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Nach wie vor werde ich weiter Butter lieben, aber kein „schlechtes Gewissen“ mehr haben, wenn es doch mal eine Rama auf mein Brot oder in den Kuchenteig schafft.

Nun möchte ich euch aber noch schnell verraten, was es in der nächsten Woche bei mir gibt:
Am Montag flüstere ich euch ein Marmelädchen mit Kräutern ins Glas, am Mittwoch serviere ich euch wieder Kräuter, und zwar als Brötchen und Freitag ein deftiges Sauerteig Brot.

*= ja, dies ist ein gesponserter Post. Es handelt sich hier um Werbung, die ich aber ausschließlich mit meinen eigenen Worten beschreibe und meine Meinung ist auch nicht käuflich.